Ayurveda und die Drei-Strahlen-Meditation

Heute möchte ich eine Möglichkeit der Drei-Strahlen-Meditation (DSM) hervorheben, die ich geziehlt bei mir während meiner Zeit bei der Ayurveda Kur in Sri Lanka angewendet habe. Neben den sehr vielen wirksamen Techniken, Meditation gleichzeitig mit Energiearbeit zu verbinden, gibt es bei der DSM eine Methode die dazu beiträgt, die drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – ins Gleichgewicht zu bringen. 

Nach Ayurveda sind Vata, Pitta und Kapha die drei prinzipiellen Lebensenergien, die nicht nur jeden Menschen durchdringen und ausmachen, sondern die gesamte Materie mit all ihren Erscheinungsformen. Jeder von uns kommt mit einer individuellen und durchaus ungleichen Mischung dieser drei Energien zur Welt, welche die körperlichen und geistigen Funktionen eines Menschen organisieren und die dann verschieden stark ausgesprägt sind und sich anhand der körperlichen Konstitution, bestimmter Qualitäten in der Wesensart oder anhand bestimmter Neigungen, Talente und Vorlieben zeigen. Man kann die Doshas als ganz persönliche energetische Grundausstattung ansehen, um den persönlichen Lebensweg zu gehen und um mit dem Leben auf eine bestimmte Weise in Wechselwirkung zu treten. 

Im Laufe des Lebens schleichen sich jedoch Lebens-u. Ernährungsgewohnheiten in den Alltag eines Menschen ein, die dieses angeborene Gleichgewicht deutlich verschieben können. Das kann dazu führen, dass wir von einer oder sogar allen dieser Energieformen zuviel aufweisen oder auch zu wenig, was sich als körperliche Fehlfunktionen oder als geistig-emotionale Probleme äussern kann. Das geschieht automatisch, wenn wir in Beziehung zu unserer Umwelt gehen und uns mit dort vorkommenden “energetischen Mustern” auseinander setzen, deren Zuviel dann unsere eigene Verfassung aus der Balance bringt. Konkret sind diese energetischen Muster beispielsweise unsere Ernährung, Tages- und Jahreszeiten, bestimmte Lebensphasen, das Klima und die Gegend, in dem wir leben und natürlich soziale und emotionale Einflüsse, also unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. So kann es zum Beispiel passieren, dass irgendwann eine sehr hohe Vata Energie bei uns vorherrscht.

Ein Zuviel an Vata wird unter anderem gefördert durch Hektik, viele und schnelle Veränderungen und Unregelmäßigkeiten, zuviel Kopfarbeit. Es liegt auf der Hand, dass dies in unserer Zeit sehr gefördert wird durch die Schnelllebigkeit, die Flut an Informationen, die wir bewältigen müssen, unregelmäßigen und zu wenig Schlaf, essen zwischendurch und unterwegs… Dies kann eine Reihe von körperlichen und geistigen Beschwerden mit sich bringen. Man ist zerstreut, änsgtlich, nervös, vergisst Dinge, zergrübelt vieles, hat vielleicht aber auch Muskelsteifigkeit oder Verdauungsprobleme. Da Vata die einzige bewegliche Energieform der drei Doshas ist, treibt es gern Pitta und Kapha zusätzlich an, so dass auch diese beiden sich als Zuviel im Körper und Geist niederschlagen können. Sind die drei Doshas in ihrer individuellen Balance, herrschen Frieden, Klarheit und Harmonie. Sind sie disharmonisch, können wir auf unserem Seelenweg durch körperliche oder geistig-emotionale Probleme gehemmt werden.

Was also kann diese Technik der Drei-Strahlen-Meditation dazu beitragen, dass zu ändern? 

Um Ordnung in das Ungleichgewicht der Energien Vata-Pitta-Kapha zu bringen, um uns wieder underem individuellen Ursprungszustand anzunähern, empfielt es sich, die Vata Energie als die einzige bewegliche und treibende Kraft als erste wieder in Harmonie zu bringen, denn oft “beruhigen” sich die beiden anderen Doshas dadurch auch schon. Zur Harmonisierung des Vata-Doshas gehören eine möglichst hohe Regelmäßigkeit im Tagesablauf, genügend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, digital detox, viel Ruhe, Meditation, Wärme, Nahrungsmittel, die erden, wärmen… Das alles klingt plausibel, aber wenn man einmal wie Hans Dampf in allen Gassen – so nenne ich es gern – unterwegs ist, ist das gar nicht so nicht leicht umzusetzen.

Mit der Drei-Strahlen-Meditation wird das aber bedeutend einfacher 🙂 
Erstens ist es eine Meditationsart, bei der man sehr schnell in einen meditativen Zustand kommen kann, ohne monatelang zu üben. Wie fühlt sich das an? Man vergisst ganz schnell alles um sich herum, dass da etwas ziept, juckt oder dass man noch einkaufen muss… Kurz nach der Eröffnung fühle ich mich willkommen geheissen in einer anderen Welt und ich bin dankbar, dass ich “dort” etwas verweilen darf. Meditation zum ersten beruhigt natürlich schon die Vata Energie. Dazu gibt es für Vata, Pitta und Kapha jeweils ein spezielles Mantra, dass, wenn es rezitiert wird, für den Ausgleich der entsprechenden Energie verstärkt sorgt. Man kann diese einzeln anwenden oder alle drei zugleich. 

Während meiner Kur habe ich das intensiv mit Vata gemacht und täglich zweimal 20 Minuten mit dem Mantra meditiert. Und schon nach einer Woche ging es mir sichtbar und fühlbar deutlich besser. Das Fühlen des Pulses ist im Ayurveda eine sehr wichtige Methode, um einen Einblick in den energetischen Zustand eines Menschen zu bekommen. Ich war so viel ruhiger und entspannter als bei meiner Anreise und mein Puls war sehr deutlich langsamer geworden. Das hatte ich ein paar Jahre zuvor erst am Ende der dritten Kurwoche erreicht. Jetzt, nachdem ich wieder zurück bin, macht mir diese spezielle Meditation mit dem Dosha Mantren die Umstellung deutlich leichter, mich an die Regelmäßigkeiten auch hier zu gewöhnen und diese im Alltag zu pflegen. 

Die Meditation ersetzt also nicht die Notwendigkeit, auf mich zu achten und dafür zu sorgen, dass ich so lebe und mich ernähre, dass es mir und meiner ganz persönlichen Konstitution entspricht, aber sie bewirkt neben der spirituellen Harmonisierung dieser drei Energien, dass ich mich im Alltag gern darum kümmere und in die Lage versetzt werde, so zu leben, wie es zu mir passt, so dass ich glücklich und gesund bleibe. Auf deutsch: Mit dieser Meditation komme ich ganz schnell runter 😉

Nächstes Jahr biete ich wieder Termine an, die wunderbare Drei-Strahlen-Meditation zu erlernen! Was noch alles an Möglichkeiten in ihr steckt, werde ich im Laufe der kommenden Wochen und Monate gern erklären.

Übrigens – für Auyrveda und Yoga Fans sowie alle Interessierten… Man kann auch mit Rainbow Reiki® hervorragend harmonisierend und sehr differenziert auf die Doshas einwirken. Was es damit auf sich hat, erzähle ich in meinem nächsten Artikel!

Love, peace and happiness! 

 

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